Felbertal

Das Felbertal ist ein rund zehn Kilometer langes almreiches Seitental des Salzachtales im Land Salzburg in der Region Oberpinzgau (Bezirk Zell am See). Das zur GĂ€nze in der Stadtgemeinde Mittersill liegende Tal ist mit der weiter durch das abzweigende Amertal fĂŒhrenden FelbertauernstraĂe eine wichtige Nord-SĂŒd-Verbindung ĂŒber die Hohen Tauern.
Geografie und Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Felbertal wurde vom Felber Bach geformt und reicht vom Ort Mittersill bis zum Felber Tauern, einem alten PassĂŒbergang. Der Name stammt vom Adelsgeschlecht der Herren von Felben. Der Altweg wird den Tauernbach entlanggefĂŒhrt haben, heute unterquert die FelbertauernstraĂe den Pass im Seitental des Amerbachs.
In wirtschaftlicher Hinsicht bedeutend ist das Felbertal auch durch die Entdeckung 1967 der bislang gröĂte ScheelitlagerstĂ€tte Europas[1]. Seit 1976 wird in der LagerstĂ€tte Felbertal ScheelitfĂŒhrendes Erz zur Gewinnung von Wolfram durch die Wolfram Bergbau und HĂŒtten AG (WBH AG) gefördert.
Seit 1967 verlĂ€uft die Transalpine Ălleitung durch das Tal, seit 1975 auch die 380-kV-Leitung vom Umspannwerk Tauern zum Umspannwerk Lienz.

Im hinteren Bereich des Felbertals liegt in 1313 m Höhe der Hintersee. Dieses Naturdenkmal hat sich 1495 durch einen Bergsturz gebildet. Zum See fĂŒhrt ein Lehrpfad des Nationalparks Hohe Tauern, aber auch eine schmale StraĂe. Weitere Besonderheiten sind die SchöĂwendklamm, der Pembach-Wasserfall, der Schleierfall[2] des Tauernbachs vom GeiĂstein am Hintersee, und die Karseen Plattachsee[2] auf 2199 m im Felberbach-Talschluss, Langsee und Tauernsee (Obersee) im Tauernbach-Talschluss.
Der Hintersee ist auch Ausgangspunkt fĂŒr Wanderungen zu den drei Karseen und weiter zur St. Pöltner HĂŒtte des ĂAV auf dem Felber Tauern, von wo ein Steig auf den Tauernkogel (2988 m) fĂŒhrt. Die SchutzhĂŒtte ist Knotenpunkt fĂŒr die alpinen Höhenwege St. Pöltner Ostweg und St. Pöltner Westweg, die am Alpenkamm weiter zum heutigen Berghotel RudolfshĂŒtte und zur Neuen Prager HĂŒtte fĂŒhren.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Herbert Klein: Zur Geschichte Felbens und des Felber Tals. In: Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins (Jahrbuch), Jahrgang 1942, Band 73 (1942), S. 76â86. (online bei ANNO).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eintrag zu Felbertal im Austria-Forum (im AEIOU-Ăsterreich-Lexikon)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â A. Ordosch, J.G. Raith, S. Schmidt, K. Aupers. Polyphase scheelite and stanniferous silicates in a W-(Sn) skarn close to Felbertal tungsten mine, Eastern Alps. In: Mineralogy and Petrology. Band 13, S. 703â725, 2019
- 1 2 Mittersill - Hintersee und Plattachsee. Wanderung, auf bergfex.at (22. September 2009).
Koordinaten: 47° 11âČ 31âłÂ N, 12° 28âČ 30âłÂ O