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Engadinerhaus

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Engadinerhaus (Schellenurslihaus) in Guarda mit den zwei Eingangstoren in Wohnteil und Stall
Engadinerhaus mit Sgraffiti von Steivan Liun Könz in Sur En

Das Engadinerhaus ist ein Bauernhaustyp aus dem Engadin, dem Vinschgau und dem Tiroler Oberinntal.

Typisch fĂŒr das Engadinerhaus sind die wuchtigen Steinmauern, die oftmals mit der Sgraffito-Technik verziert sind, die tiefen Fensterfluchten, der Erker und die beiden Eingangstore in den SulĂšr und den Stall an der Stirnseite.

Es handelt sich um ein dreistöckiges Wohnstallhaus.

Ein Engadinerhaus besteht meist aus mehreren Bauepochen und wurde je nach BedĂŒrfnissen nach dem Additionsprinzip laufend erweitert und aufgestockt. Auf den alten Grundmauern der durch Krieg und Feuer zerstörten HĂ€user wurde das neue Haus gebaut.

Aus der Römerzeit bis ins mittelalterliche Burgenzeitalter ist wenig ĂŒber das Engadinerhaus bekannt. Fest steht, dass sich bis zum 12. Jahrhundert quadratische TurmhĂ€user oder rechteckige SaalhĂ€user entwickelt haben. Da diese Bauten meist einrĂ€umig sind, schlafen und wohnen die Bewohner im selben Raum. In einer Ecke befindet sich jeweils eine Aussparung in der Aussenwand, durch welche der Rauch der Feuerstelle abziehen kann. Solche Steinbauten sind massiv und feuersicher gebaut und ĂŒberdauern viele Kriege und DorfbrĂ€nde. Die Stallbauten, vermutlich aus Holz gefertigt, befinden sich etwas abseits des Wohnteiles.

Mauern eines einst zweistöckigen Wohnturms mit Durchgang in einen zweiten Raum, links eine VerstÀrkungsmauer bei einem spÀteren Ausbau

Unter den Wohnraum mit Feuerstelle wird ein Keller eingebaut, welcher ganz oder halb eingegraben ist. In den Wohnraum gelangt man ĂŒber einen Hocheingang. Über dem Wohnraum befindet sich der Schlafraum. Oft befindet sich dieser auch neben dem Feuerraum als Strickbau auf PfĂ€hlen oder niedrigen Fundamenten. Schlaf- und Wohnraum verfĂŒgen ĂŒber separate EingĂ€nge.

Durch Wiederaufbauten der HĂ€user nach Kriegen oder BrĂ€nden rĂŒcken die einzelnen Elemente immer nĂ€her zusammen und neue werden angebaut. Im Untergeschoss befindet sich nun um einen Hof (cuort), welcher durch eine steile Einfahrt erreichbar ist, Vorratskammern und Stallungen. Im Erdgeschoss bleiben die drei RĂ€ume bestehen. Diese sind durch eine steile Treppe aus dem Hof und ĂŒber einen kleinen Gang erreichbar. Der ursprĂŒngliche Schlafraum wird aus dem Erdgeschoss in den oberen Stock verlegt, wo sich, in der Fortsetzung des Strickbaus, eine Schlafkammer befindet. Der Raum im Erdgeschoss wird nun als Wohnstube gebraucht. Erstmals sind Wohn und Feuerraum getrennt. Der Stall mit der darĂŒberliegenden Scheune wird gleich an das Feuerhaus angebaut und ĂŒberdacht. SpĂ€ter wird auch noch der halb unterirdisch liegende Hof mit ZugĂ€ngen zu Kellern und VorratsrĂ€umen ĂŒberdacht. So gelangt man ebenerdig zu KĂŒche und Stube. Die Zimmer im ersten Stock sind mit einer Laube untereinander- und ĂŒber eine steile Treppe mit dem Erdgeschoss verbunden. In die Scheune ĂŒber dem Heustall fĂ€hrt der Landwirt ĂŒber die leicht ansteigende Bedachung des Hofs. Als letztes wird zwischen KĂŒche und Scheune eine Vorratskammer eingebaut. Der beschriebene Aufbau bildet grundsĂ€tzlich bis heute die Basis des klassischen Engadiner Bauernhauses.

Das Engadinerhaus wurde aus dem Inntal in die NachbartĂ€ler Albulatal, Bergell, Surses, Paznauntal und das Val MĂŒstair exportiert.

Bekannte Dörfer mit EngadinerhÀusern sind im

Interessante EngadinerhÀuser sind unter anderen das Pfarrhaus Scuol, die Chasa Baer-Gaudenz und die Chesa Planta (Samedan).

Gruppierung der HĂ€user in einem Dorf

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Dorfteil Plazetta in Ardez

Das Engadinerhaus wird selten als einzelner Bau wahrgenommen; meist steht es in einem Bezug mit den umliegenden HĂ€usern.[1] Als die Engadiner Dörfer durch diverse Kriege dem Erdboden gleichgemacht und anschliessend wieder aufgebaut wurden, rĂŒckten die HĂ€user immer nĂ€her zusammen. Zur besseren Verteidigungsmöglichkeit und zu mehr Sicherheit wurden die Dörfer so eng wie nur möglich gebaut. Die einzelnen HĂ€user stehen seither einander zugewandt um kleine PlĂ€tze mit Brunnen in der Mitte. Sie sind entsprechend der romanischen genossenschaftlichen Dorf- und Wirtschaftsorganisation dem Dorfplatz oder der Strasse und nicht der Sonne zugekehrt.

Diese Quartiere besitzen bestimmte Weiderechte und sind auch fĂŒr den Unterhalt ihres Brunnens zustĂ€ndig. Das Dorf Ardez zum Beispiel war in fĂŒnf Dorfteile mit Weiderechten aufgeteilt, die «vachers» genannt wurden und zu denen die fĂŒnf MaiensĂ€sse Las Teas, Craista Suterra, Val Gronda, Mundaditsch und Chöglias gehörten. Alle EingĂ€nge einer solchen Brunnenschaft oder Dorfteiles gehen vom gleichen Platz aus und dieser ist auch von jedem Stuben- oder Erkerfenster aus sichtbar. Da die Heuwagen (tragliun) durch den Wohnteil zum Heuboden fahren mĂŒssen und deshalb eine Einfahrtsmöglichkeit im rechten Winkel benötigen, sind diese HĂ€user oft in sich verdreht gebaut. So hat jedes Haus eine individuelle Grundrissgestaltung.[2]

Das Haus besteht aus einem hintereinander liegenden Wohn- und Wirtschaftsteil (Stall, Scheune). Der Wirtschaftsteil mit dem Heuboden ist wenn möglich nach SĂŒden ausgerichtet, damit das Heu gut trocknen kann und fĂŒr das Dorf gefĂ€hrliche HeustockbrĂ€nde verhĂŒtet werden können. Die typischen vertikalen HolzwĂ€nde haben LĂŒftungsschlitze, die eine gute DurchlĂŒftung des Heus gewĂ€hrleisten.

Die massiv aussehenden SteinhĂ€user sind in ihrem Kern meist HolzhĂ€user. Die aus Holzbalken aufgezimmerten WĂ€nde wurden erst wenn sie sich gesetzt hatten und das Holz gut ausgetrocknet war, mit einer Mantelummauerung versehen. Deren Dicke ist an den tiefen trichterartigen Fensternischen ersichtlich. Auf der Strassenseite ist der Wirtschaftsteil ummauert, mit kĂŒnstlichen oder aufgemalten Fenstern usw. herausgeputzt, wĂ€hrend er auf strassenabgewandten Seite hauptsĂ€chlich aus Holz besteht. Das obere Tor (Erdgeschoss: Wohnteil, Scheunenzufahrt) und untere (Untergeschoss: Stall) befinden sich auf der Giebelseite des Hauses. Liegt das Haus hart an der Strasse, befindet sich der Stallzugang auf der Traufseite.

Die EngadinerhĂ€user sind fĂŒr ihre Hausmalereien und Sgraffitoornamente bekannt. Insbesondere die Giebelfassaden sind mit der aus Italien stammenden Sgraffitotechnik geschmĂŒckt, die im Engadin vervollkommnet wurde. Es gibt kunstvoll verzierte und bemalte Erker und Haustore in Rokokoschnitzereien. Die Wappen, aufgemalt, aus Granit oder in prunkendem Marmor sind der Stolz des Hauses. Mit Hilfe des Heimatschutzes konnte mancher Hausfassade ihr frĂŒheres Antlitz wieder gegeben werden.

Eine weitere Schmuckform sind die Dachgiebel. Die geschweiften «Sentergiebel» sind nach dem Engadinerdorf Sent benannt. Die Treppengiebel stammen aus dem Tirol.

FrĂŒher zierten HĂ€ngenelken (GebirgshĂ€ngenelken, Dianthus caryophyllus) – oft auch Engadiner HĂ€ngenelken (neglas engiadinaisas) genannt – fast jedes Engadiner Haus. Heute sind diese Zierpflanzen praktisch verschwunden. Um die Farbtupfer an den Hausfassaden nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen, sammelt ProSpecieRara Schweiz alte HĂ€ngenelkensorten.

Grundrissgestaltung

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Grundriss Untergeschoss

Der untere Torbogen fĂŒhrt in die Cuort, einem gedeckten Stallhof, der den Zugang zum Viehstall im hinteren GebĂ€udeteil unter dem Heustall (Scheune), zum HĂŒhnerstall und zu Vorratskellern unter der KĂŒche erschließt. In der Cuort befindet sich der Misthaufen, Wagen und Schlitten. Das ganze Untergeschoss ist aus dicken Bruchsteinmauern gebaut und mit Balken und Bohlen aus LĂ€rchenholz ĂŒberdeckt.

Grundriss Erdgeschoss

Das obere Tor, welches genĂŒgend groß fĂŒr ein beladenes Heufuder (der damals relativ kleinen Heuwagen oder tragliun) ist, fĂŒhrt in den SulĂšr (piertan), den Vorraum fĂŒr die ErdgeschossrĂ€ume, der gleichzeitig Durchfahrt zur Scheune – die ĂŒber dem Stall liegt – ermöglicht. Beim herrschaftlichen Haus fehlt diese Durchfahrt mit Pferde- und Ochsenwagen, weil sie weder erwĂŒnscht noch notwendig war. Neben dem Tor lĂ€dt oft eine Bank zum Ausruhen nach der Arbeit ein, wo man auch an einem Schwatz mit den Passanten nicht abgeneigt ist.

LĂ€ngs des SulĂšr befindet sich auf der Eingangsseite die StĂŒva, die Wohnstube, dahinter die KĂŒche (chadafö) und eine Vorratskammer (chombra oder chamineda). Der KĂŒchenboden ist auf gleicher Ebene wie der SulĂšr, die StĂŒva liegt ein oder zwei Stufen höher. GegenĂŒber dem Eingangstor fĂŒhrt ein weiteres Tor zum Eral, einer festen BrĂŒcke von der aus die Quartas, die HeubĂŒhnen erreicht werden können. Die Quartas nehmen die gesamte Breite und Höhe des Hauses ein und haben oft eine grössere GrundflĂ€che als der Wohnteil. Sie werden nur ĂŒber diesen erschlossen. Der SulĂšr war im Bauernhaus traditionell Arbeitsraum, oft auch Tenne und diente im Sommer auch als Esszimmer. In vornehmeren HĂ€usern hatte der SulĂšr als Eingangsraum auch reprĂ€sentative Funktionen. Im Holztor, das nur bei der Heuernte ganz geöffnet wird, befindet sich eine zweiteilige TĂŒre, deren oberer Teil im Sommer offen steht.

Stube («stĂŒva»)

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Die Stube besteht aussen aus einem rohen Strickbau. Zusammen mit dem obenliegenden Schlafzimmer war dies einst der einzige Wohnteil des Hauses. In HĂ€usern nach 1600 ist die Stube innen mit Arve getĂ€fert und verziert. Die Decke, welche wie der Boden auch aus Holz gefertigt ist, liegt auf einem etwa 20 cm hohen Rahmen ĂŒber einem hölzernen Fries. Sie wird durch einen Mittelbalken getragen. Neben der TĂŒre und an der Wand zur KĂŒche befindet sich ein grosser gemauerter Ofen, der von der KĂŒche aus beheizt wird und das ganze Haus wĂ€rmt. Gleich daneben ist die Durchreiche zur KĂŒche. Dazwischen befindet sich ein Klapptisch. Hinter dem Ofen geht eine kleine steile Treppe ins Schlafzimmer im Obergeschoss. Zwischen TĂŒr und Fensterwand steht das bis an die Decke reichende, oft nussbaumene und je nach Wohlstand der Besitzer reich geschnitzte oder zierlich eingelegte Buffet.

In der traditionellen StĂŒva war der hintere Teil des Ofens durch ein Gitter oder einen Vorhang abgetrennt und diente zum Trocknen der Kleider und Schuhe sowie als Ankleideraum vor der nicht geheizten Schlafkammer. Falls die Sicht zum Brunnen dies erfordert, ist an der Aussenmauer ein kleiner Erker angebaut.

KĂŒche («chadafö»)

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Haus mit Backofen an der Aussenwand in Guarda

Die KĂŒche war bis zum 19. Jahrhundert der einzige Ort des Hauses, in welchem Feuer entfacht wurde. Neben dem Feuerloch und der Durchreiche in die Stube befindet sich der Herd. An der Aussenwand kragt oft ein Backofen aus der Fassade, wenn der Platz in der KĂŒche dafĂŒr nicht ausreicht. Da die Feuerstellen lange keinen eigenen Rauchabzug hatten, war die KĂŒche russgeschwĂ€rzt und diente auch als RĂ€ucherkammer. Einige HĂ€user verfĂŒgen ĂŒber ein kleines Loch unterhalb der KĂŒchendecke, welches als Kamin diente. Andernorts zog der Rauch durch den SulĂšr ab. Nebst Tisch und Geschirrschrank befanden sich keine anderen Möbel in der KĂŒche.

Vorratskammer («chaminada»)

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Die Vorratskammer ist in der Regel etwas gerĂ€umiger als die KĂŒche und mit einer Gewölbe- oder einer Holzdecke versehen. Hier wurden Lebensmittel in Truhen oder an (mĂ€usesicheren) Rundhölzern unter der Decke gelagert.

Obergeschoss («palantschin»)

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Das Obergeschoss wird auch durch ein abschliessbares Treppenhaus auf der RĂŒckseite des SulĂšr erreicht und war ursprĂŒnglich zum Dach und zur Scheune hin geöffnet. Im Laufe der Zeit wurden Ökonomie- und Wohnteil durch ein Tor getrennt. Über der Stube befindet sich das Schlafzimmer. Über KĂŒche und Vorratskammer sind weitere VorratsrĂ€ume oder Schlafkammern fĂŒr Knechte etc. zu finden. In den HĂ€usern reicher Familien befindet sich eine Prunkstube (stĂŒva sura) im freien Raum gegenĂŒber den ĂŒbrigen Zimmern. Um Platzproblemen bei GĂŒterzusammenlegungen (z. B. bei Heirat) vorzubeugen, konnte der Heustall in manchen HĂ€usern ĂŒber den Schlafkammern erweitert werden. Davon zeugen kleine LĂŒftungsfenster.

Bauherren und Architekten

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Die herrschaftlichen EngadinerhĂ€user gehen auf die durch fremde Kriegsdienste und Ämter in den Talschaften GraubĂŒndens reich gewordenen BĂŒndner Adelsfamilien wie die von Salis und von Planta sowie dem Dorfadel zurĂŒck. Die Chesa Planta in Samedan ist ein Herrenhaus im Engadiner Stil, bei dem der Stallbereich selbstverstĂ€ndlich nicht in das GebĂ€ude integriert war. Erbaut wurde es 1595 von der Familie von Salis und ist seit 1817 im Besitz der von Planta. Auch die in ihre Heimat zurĂŒckgekehrten erfolgreichen Engadiner ZuckerbĂ€cker errichteten zahlreiche EngadinerhĂ€user und Palazzi.

Die Architekten Nicolaus Hartmann (1880–1956) und Iachen Ulrich Könz (1899–1980) haben sich als Architekten, Restauratoren und Autoren um das Engadinerhaus verdient gemacht.

Das Engadinerhaus in der heutigen Zeit

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Das Engadinerhaus ist wie die meisten traditionellen alpenlĂ€ndischen Bauformen vom Verschwinden bedroht. Besonders im Oberinntal wurde es grĂ¶ĂŸtenteils durch Hotelbauten im sogenannten AlpenlĂ€ndischen Stil ersetzt. Im Engadin und im Vinschgau werden zwar auch keine neuen Engadiner HĂ€user mehr gebaut, doch hier achtete man eher auf den Erhalt der malerischen Ortsbilder, wodurch viele Dörfer ihr typisches Aussehen in unsere Zeit hinĂŒberretten konnten.[3] Bei Neubauten im Ober- und Unterengadin dominiert der sogenannte Engadinerstil, welcher diverse Merkmale des Engadinerhauses (Fensterfluchten, Sgraffito-Technik, Rundbogentore) beinhaltet. Im Vinschgau und auch im Engadin bemĂŒht man sich, die Engadiner Bauform zu bewahren und modernen WohnwĂŒnschen anzupassen, wodurch sich diese HĂ€user gut in die Landschaft integrieren.

Museum Chasa Jaura in Valchava
  • Das Unterengadiner Museum im Engadinerhaus ChĂ  Gronda («Grosses Haus») in Scuol Sot zeigt unter anderem das gesamte Inventar des traditionellen Engadinerhauses mit allen RĂ€umlichkeiten und dem ehemaligen landwirtschaftlichen GerĂ€t des Unterengadins.
  • Das Museum Alpin in Pontresina hat dem Engadinerhaus eine Dauerausstellung gewidmet. Das Engadiner Museum in St. Moritz beherbergt gesammelte Interieurs aus dem Engadin und umfasst eine Zeitspanne vom 13. bis ins 19. Jahrhundert. Die Sammlung reicht von Stuben aus verschiedenen Jahrhunderten, einem Prunksaal eines Patrizierhauses, einer rauchgeschwĂ€rzten bĂ€uerlichen Engadiner KĂŒche bis zu einem Himmelbett aus der Pestzeit.
  • Auch das Ortsmuseum BergĂŒn befindet sich in einem alten Engadinerhaus, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde und dessen RĂ€umlichkeiten und Einrichtungen grösstenteils ursprĂŒnglich belassen wurden.
  • Das in einem Engadinerhaus untergebrachte Museum Stamparia in Strada im Engadin war bis 1880 eine Druckerei fĂŒr bedeutende Schriften der romanischen Literatur.
  • Im Museum Chasa Jaura in Valchava wird neben zeitgenössischer Kunst die historische Wohn- und Lebenskultur im MĂŒnstertal gezeigt.
  • Iachen Ulrich Könz: Das Engadiner Haus. Hrsg. von Alfred Schneider. Schweizer HeimatbĂŒcher, BĂŒndner Reihe, 2. Band. Verlag Paul Haupt, Bern 1952/1966/1994, ĂŒberwiegend Illustrationen, ISBN 3-258-04826-6.
  • Duri Gaudenz: Das Engadiner Haus. In: Hans Hofmann: Unterengadin. Calanda Verlag, Chur 1982.
  • Tino Walz: Wohnen in alten Engadiner HĂ€usern. Exposizium, Zuoz 1995, 3., erweiterte Auflage, ĂŒberwiegend Illustrationen.
  • Christoph Simonett: Die BauernhĂ€user des Kantons GraubĂŒnden. 2 BĂ€nde. Hrsg. von der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr Volkskunde. GSK, Basel 1965 und 1968, ISBN 3-85775-351-X.
  • Leza Dosch: Das Haus Balthasar von Planta in Ardez, ein Engadinerhaus und seine Renovation durch Iachen Ulrich Könz und Steivan Liun Könz. BĂŒndner Monatsblatt. 2007, Heft 1, ISSN 1011-6885.
Commons: Engadinerhaus – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Aus: Duri Gaudenz: Das Engadiner Haus. In: Hans Hofmann: Unterengadin. Calanda Verlag, Chur 1982.
  2. ↑ Jon ClaglĂŒna: Ardez. Selbstverlag Pontresina 1985
  3. ↑ Zur Problematik des Erhalts siehe: Susanna Fanzun: Da vender: chasa engiadinaisa («Zu verkaufen: Engadinerhaus.») Dokumentarfilm (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2026. Suche im Internet Archive) (rĂ€toromanisch mit dt. Untertiteln) bei Televisiun Rumantscha 2010, abgerufen am 22. MĂ€rz 2013.