Emil Lux
Emil Lux (* 18. Dezember 1918 in Remscheid; â 18. Dezember 2005) war ein deutscher Unternehmer. Er war 1970 MitgrĂŒnder der Baumarktkette OBI.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Emil Lux besuchte das Gymnasium bis zur Mittleren Reife und anschlieĂend die Handelsschule. AnschlieĂend begann er eine Lehre in einem EisenwarengeschĂ€ft. Nach drei Jahren begann er ein Englischstudium am Dolmetscherinstitut der UniversitĂ€t Leipzig.
Nach nationalsozialistischem Sprachgebrauch galt Emil Lux als âHalbjudeâ,[1] dennoch wurde er 1939 wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs zum MilitĂ€rdienst eingezogen und 1941 zum Unteroffizier befördert. Er wurde in Jugoslawien und in der Sowjetunion eingesetzt. Bei Kampfhandlungen verlor er 1942 einen Arm und schied aus dem aktiven MilitĂ€rdienst aus. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz und dem Verwundetenabzeichen ausgezeichnet. Lux holte das Abitur nach und studierte Volkswirtschaft und SĂŒd-Ost-Europa-Wissenschaft an der Hochschule fĂŒr Welthandel Wien. Im Jahr 1944 bestand er das Examen und studierte mehrere Sprachen mit Abschluss.[2] Er wurde 1945 an der UniversitĂ€t Marburg in Wirtschaftswissenschaften mit der Arbeit Bulgarien als Markt fĂŒr ProduktionsgĂŒter: Eine strukturelle Absatzmarkterkundung mit besonderer BerĂŒcksichtigung des Exportes deutscher Werkzeuge promoviert. Am 28. April 1945 heiratete er Marianne Hoolmanns.[2]
Er stieg in das von seinem Vater gegrĂŒndete Werkzeugunternehmen Emil Lux GmbH & Co. KG ein. Nach einem USA-Aufenthalt 1954 brachte er die Idee eines Heimwerker-Marktes mit. Zusammen mit Manfred Maus und Klaus Birker grĂŒndete Lux 1970 die OBI Bau- und HeimwerkermĂ€rkte, inzwischen eines der gröĂten Baumarktunternehmen Deutschlands.
1974 war er GrĂŒnder der âGrid International Deutschlandâ, eines Tochterunternehmens eines US-amerikanischen Unternehmens, das sich auf professionelles Training und Organisationsentwicklung spezialisiert hat. Lux war AnhĂ€nger von Wissensvermittlung und Weiterbildung.
Mit der Marianne und Emil Lux-Stiftung war er besonders in sozialen Engagements tĂ€tig.[3] In Wermelskirchen wurde nach ihm eine StraĂe benannt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Angela Lux, Harald Lux (Hrsg.), Peter JĂ€ger (Autor): Emil Lux. Das Kriegstagebuch des Remscheider WerkzeuggroĂhĂ€ndlers und OBI-MitgrĂŒnders. Lehmanns Media, ISBN 978-3-7431-5577-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und ĂŒber Emil Lux im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Söhne von Juden in Nazi-Uniform ErstauffĂŒhrung des Dok-Films âSoldaten mit dem Halben Sternâ. In: Tagesspiegel. 28. Januar 2004 (tagesspiegel.de), abgerufen am 19. MĂ€rz 2024.
- 1 2 Peter JĂ€ger: Emil Lux: Das Kriegstagebuch des Remscheider WerkzeuggroĂhĂ€ndlers und OBI-MitgrĂŒnders. Books on Demand, 2016, ISBN 978-3-7431-5577-0, S. 28 (books.google.de â Leseprobe).
- â lux-stiftung.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lux, Emil |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1918 |
| GEBURTSORT | Remscheid |
| STERBEDATUM | 18. Dezember 2005 |