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EHC Biel

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EHC Biel
EHC Biel
Grösste Erfolge
  • Schweizer Meister 1978, 1981, 1983
  • Schweizer Vizemeister 1976, 1979, 2023
  • Aufstieg in die NLA 1975, 2008
  • Meister der NLB 1975, 2004, 2006, 2007, 2008
Vereinsinformationen
Geschichte Eis-Hockey-Club Biel (1939–1947)
EHC Tornado Biel (1947–1948)
Eis-Hockey-Club Biel (seit 1948)
Standort Biel/Bienne, Schweiz
Spitzname EHCB, SeelÀnder
Stammverein EHC Biel
Vereinsfarben Rot und Gelb
Liga National League
SpielstÀtte Tissot Arena
KapazitÀt 6'436 PlÀtze (davon 4'604 SitzplÀtze)
GeschĂ€ftsfĂŒhrer Daniel Villard
Cheftrainer Christian Dubé
Captain Gaëtan Haas
Saison 2025/26 10. Platz, Play-In

Der EHC Biel ist ein Schweizer Eishockeyclub aus der zweisprachigen Stadt Biel/Bienne, der in der National League spielt. Die Profimannschaft wurde 1998 als Aktiengesellschaft vom 1939 gegrĂŒndeten EHC Biel ausgelagert, der Stammverein ist heute fĂŒr den Nachwuchsbereich unterhalb der Elite-Junioren-Stufe verantwortlich. Der Club trĂ€gt seine Heimspiele in der Tissot Arena in Biel/Bienne aus.

Die Aktiengesellschaft tritt als EHC Biel Holding AG auf und unterhĂ€lt drei Tochtergesellschaften: EHC Biel Sport AG, EHC Biel Marketing AG und EHC Biel-Bienne Spirit AG. Die Profimannschaft tritt allerdings weiterhin als EHC Biel auf. Da die Stadt Biel durchgehend zweisprachig ist, existiert neben der deutschen Bezeichnung EHC Biel (AbkĂŒrzung EHCB) auch eine französische: HC Bienne (AbkĂŒrzung HCB).

WĂ€hrend 20 Jahren spielten die Bieler zwischen 1975, dem Jahr ihres ersten Aufstiegs, und 1995 in der höchsten Spielklasse. Sie gewannen 1978, 1981 und 1983 unter drei verschiedenen Trainern (FrantiĆĄek Vaněk, Ed Reigle, Kent Ruhnke) drei Meistertitel und prĂ€gten mit dem SC Bern und dem SC Langnau in den spĂ€ten 1970er- und 1980er-Jahren die nationale Meisterschaft.

In den spĂ€ten 1980er- und 1990er-Jahren hielten die Bieler dem finanziellen Druck des zunehmend professionalisierten und kommerziellen Eishockey-Spielbetriebs auch aufgrund des Ausstiegs des MĂ€zens Willy Gassmann nicht mehr stand und stiegen schliesslich 1995 ab. Nach dem Abstieg und der Sanierung dauerte es 13 Jahre, bis der EHC Biel nach vier NLB-Meistertiteln in fĂŒnf Jahren und ebenso vielen AnlĂ€ufen in den Liga-Qualifikationsspielen mit dem jeweils NLA-Letzten den angestrebten Wiederaufstieg in der Saison 2007/08 schaffte.

Das Budget fĂŒr die erste NLA-Saison 2008/09 nach dem Wiederaufstieg belief sich auf sieben Millionen Franken, was eine Steigerung von 3,8 Millionen im Vergleich zum Vorjahr darstellte. Auf die Saison 2015/2016 belief sich das Budget auf rund 13 Millionen Franken. Das AG-Kapital betrĂ€gt 847'800 Franken und ist in Inhaberaktien aufgeteilt.[1]

Logo bis zur Saison 2014/15

Die GrĂŒndung (1939–1955)

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Der EHC Biel wurde 1939 von Heinrich PlĂŒss gegrĂŒndet, der wenig spĂ€ter wegen interner Differenzen aus dem Verein austrat. Er grĂŒndete den konkurrierenden Verein EHC Tornado Biel, in dessen Schatten der EHC Biel in den folgenden Jahren weiterexistierte. Ausserdem hatte der Verein interne und finanzielle Probleme.

Am 25. September 1947 fusionierten die beiden Vereine, wobei erneut Heinrich PlĂŒss an die Spitze des neuen Vereins gewĂ€hlt wurde. Der aus der Fusion hervorgegangene Verein hiess EHC Tornado Biel. Am 1. August 1948 wurde EHC Biel als offizieller Name des Vereins eingefĂŒhrt. Er spielte in der Serie B (gleichbedeutend mit der heutigen zweiten Schweizer Amateurliga), sportliche Erfolge blieben grösstenteils aus. Da kein geeigneter Trainingsplatz gefunden wurde, mussten die Spieler des EHC Biel hĂ€ufig zum Training nach Bern reisen. Der Verein war daher auf mobile Spieler angewiesen, was in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg ein nicht zu unterschĂ€tzendes Problem darstellte.

Erster Aufschwung (1956–1959)

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1956, als sich der EHC Biel in einem finanziellen Engpass befand, ĂŒbernahm Willy Gassmann, Inhaber der Zeitung Bieler Tagblatt, das PrĂ€sidentenamt. Da die Mannschaft in der Saison zuvor am grĂŒnen Tisch der Serie A (gleichbedeutend mit der heutigen 1. Schweizer Amateurliga) zugeteilt worden war, wurden neue Geldgeber und Sponsoren gefunden. In der Saison 1957/58 begann die Aufbauarbeit Willy Gassmanns erste Erfolge zu zeigen. Dazu beigetragen hatten der kanadische Spielertrainer Moe Five und eine bessere Vorbereitungsphase. Der EHC Biel setzte sich in der RĂŒckrunde punktgleich mit Urania GenĂšve Sport an die Spitze der Serie A.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte mobilisierte der EHC Biel eine grössere Anzahl AnhĂ€nger zu den Spitzenspielen. So waren beim 7:6-Sieg gegen Urania Genf 3'000 EishockeyanhĂ€nger auf der offenen Natureisbahn Gurzelen anwesend. Ein Wetterumsturz verhinderte die Austragung der letzten Runde der Saison. Das Reglement brachte Urania GenĂšve Sport den Aufstieg in die NLB, da dieser Verein die Vorrunde fĂŒr sich entschieden hatte. 1958 befĂŒrworteten die Bieler Stimmberechtigten den Antrag zum Bau einer Kunsteisbahn (KEB) im Bieler LĂ€ngfeld-Quartier, der innerhalb kurzer Zeit ausgefĂŒhrt wurde.

Am 17. November 1958 wurde vor 4'000 Zuschauern die erste Partie in der neuen KEB LÀngfeld ausgetragen. Die offizielle Eröffnung fand vier Tage spÀter, am 21. November anlÀsslich des Freundschaftsspiels gegen den Schweizer Meister EHC Arosa statt. 5'000 Zuschauer wurden Zeuge eines 4:2-Sieges der Bieler Eishockeymannschaft. Nach der Saison lagen der HC Martigny und der EHC Biel gleichauf. Im letzten Spiel in Martigny vor 7'000 Zuschauern verlor der EHC Biel mit 4:9 und verpasste den Aufstieg in die NLB. Auch in der darauf folgenden Saison verpasste der Verein diesen in einem Relegationsspiel gegen den HC Ajoie.

Aufstieg in die Nationalliga B (1960–1967)

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Durch die Aufstockung der Nationalliga B stieg der EHC Biel – neben dem EHC Winterthur – nachtrĂ€glich in die zweithöchste Eishockey-Liga auf. Am Ende der ersten Saison erreichte die Mannschaft den vierten Platz in der NLB. HĂ€ufig wurden eigene Junioren in den Kader eingebaut, diese verhalfen in der Saison 1963/64 der Mannschaft zum Sieg ihrer NLB-Gruppe. In Biel, vor ĂŒber 6'000 Zuschauern, sowie im RĂŒckspiel unterlag der EHC dem Westgruppenmeister Genf.

Der kanadische Spielertrainer Bob Dennison beendete seine Karriere und reiste in seine Heimat zurĂŒck. Ab der folgenden Saison wurde die Mannschaft mit Ernst Wenger zum ersten Mal von einem Trainer betreut, der nicht gleichzeitig auch als Spieler aktiv war. Der EHC Biel stieg 1967 in die 1. Liga, die Nachfolgeliga der Serie A, ab.

Aufstieg in die Nationalliga A (1968–1976)

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Eine Saison spĂ€ter wurde der direkte Wiederaufstieg in die Nationalliga B geschafft. 1971, weiterhin in der NLB, wurde in Biel mit dem Bau einer ĂŒberdachten Eishalle begonnen. Die Mannschaft trug ihre Spiele in diesem Jahr in der 15 Kilometer entfernten Kunsteisbahn Lyss, der heutigen Seelandhalle, aus. Auch dort hatte der EHC Biel regen Zuschauerzuspruch, dies vor allem wegen des neuen kanadischen Publikumslieblings Steve Latinovich.

Zum Auftakt der RĂŒckrunde der Saison 1972/73 fand erstmals ein Spiel im neuen Eisstadion Biel statt. Den Aufstieg in die Nationalliga A (NLA) verpasste der Verein knapp. Zwei Jahre spĂ€ter wurde mit dem Kanadier Barry Jenkins, den Steve Latinovich als Ersatz wĂ€hrend seiner Abwesenheit aus beruflichen GrĂŒnden zum EHC Biel in die Schweiz geschickt hatte, in der zweitletzten Aufstiegsrunde der EHC Visp vor 7'000 Zuschauern im Eisstadion Biel besiegt. Der EHC Biel stieg erstmals in seiner Geschichte in die Nationalliga A auf.

Das nun auch in der Sommerpause intensivierte Training an der Eidgenössischen Turn- und Sportschule in Magglingen und in den KraftrĂ€umen des Eisstadions fĂŒhrte zu einem guten Start des EHC Biel in die neue Saison. Das Zuschauerinteresse nahm weiter zu. Beim kantonalen Derby gegen den SC Langnau umrahmte eine Rekordkulisse von 9'000 Zuschauern das Eisstadion. Nach acht Spielen in der ersten Saison in der NLA lag der EHC Biel im Mittelfeld der Tabelle. Danach erzielte der EHC Biel eine Serie von zwölf Siegen in Folge und erreichte beim Derbysieg gegen den SC Bern mit 9'411 Zuschauern die bisher höchste Zuschauerzahl in einem Heimspiel.

Obwohl die Serie abriss, hatte der EHC Biel mit einem Sieg im letzten Spiel der Saison in Langnau noch die Chance, die Meisterschaft zu gewinnen. Die Mannschaft verlor mit 3:6 und musste den Emmentalern den ersten Platz ĂŒberlassen. In der Saison 1976/77 wurde der dritte Platz erreicht. Der SC Bern wurde Meister, und der SC Langnau setzte sich vor den EHC Biel. Als TorhĂŒter war in dieser Saison erstmals das Bieler Talent Olivier Anken im Einsatz.

Dreimaliger Gewinn der Meisterschaft (1977–1983)

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In der Saison 1977/78 errang der EHC Biel den ersten Meistertitel. Das letzte Saisonspiel wurde mit 4:1 gegen den EHC Kloten gewonnen. Da der SC Langnau zuhause dem SC Bern unterlag, wurden die Emmentaler noch abgefangen.

Im JubilĂ€umsjahr – 40 Jahre EHC Biel – weigerte sich der Verein, seine Spieler an die Nationalmannschaft abzutreten, und konnte nach Neujahr den PunkterĂŒckstand auf die fĂŒhrenden Mannschaften wieder gutmachen. Am letzten Spieltag wurde der Kampf zu Ungunsten der Bieler Mannschaft entschieden, die durch die enge Lage an der Tabellenspitze auf den vierten Platz abrutschte.

Die Saison 1980/81 nahm der EHC Biel mit einer auf zahlreichen Positionen umstrukturierten Mannschaft in Angriff. Die gewichtigsten Änderungen wurden bei den AuslĂ€ndern vorgenommen. Serge Martel und Richmond Gosselin ersetzten Steve Latinovich und Bob Lindberg. Nach einem mĂ€ssigen Beginn kehrte der EHC Biel zu seiner alten Form zurĂŒck, weshalb letztlich der zweite Titel gewonnen wurde. Am Ende wurde die Saison mit sieben Punkten Vorsprung und einem Zuschauerschnitt von 7'784 Personen beendet.

In der Saison 1981/82 befand sich der EHC Biel mit Anken im Tor eine Begegnung vor Beendigung der Hauptrunde in der Abstiegszone und traf im Entscheidungsspiel auf den SC Bern.[2] Nachdem Berns Angreifer Bruno Wittwer im letzten Drittel bei einer sogenannten «Breakaway»-Situation regelwidrig von Biels Verteidiger Daniel Dubuis gestoppt worden war, verhĂ€ngte Schiedsrichter RenĂ© Fasel einen Penalty fĂŒr den SC Bern.[2] Anken parierte jedoch Wittwers Schuss, und daraufhin schoss Serge Martel die Bieler innert KĂŒrze zum 3:2-Sieg ĂŒber den SC Bern und zum Ligaerhalt.[2] Durch den Sieg nahm der EHC Biel an der Meisterrunde teil. In dieser Saison hatte der EHC Biel vier Trainer unter Vertrag genommen (JĂŒrg Ochsner, Jean Helfer, Ed Reigle, Kent Ruhnke).

Die Mannschaft wurde 1982/83 auf verschiedenen Positionen erneut verĂ€ndert. Der kanadische Verteidiger Daniel Poulin stiess zum EHC Biel, und der langjĂ€hrige PrĂ€sident und MĂ€zen Willy Gassmann zog sich zurĂŒck. Im Gegensatz zu den vorherigen Saisons, als der EHC Biel der wohlhabendste Club der NLA war, sank nun auch die Erwartung an den Verein. Obwohl der EHC Biel nicht mehr zum Favoritenkreis zĂ€hlte, brillierte die Mannschaft in der Saison 1982/83 unter Trainer Kent Ruhnke. Richmond Gosselin war der herausragende Spieler der NLA, Daniel Poulin ein torgefĂ€hrlicher Scorer von der blauen Linie und TorhĂŒter Olivier Anken der beste TorhĂŒter der Saison. Am Schluss der Qualifikation erreichte der EHC Biel den zweiten Platz. In der Meisterrunde (zehn Spiele, neun Siege) fing der EHC Biel den HC Davos ab und gewann seinen dritten Meistertitel.

Sicher in der oberen TabellenhĂ€lfte (1983–1990)

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Die Titelverteidigung gelang in der Saison 1983/84 nicht, und der EHC Biel erreichte Rang fĂŒnf. Vor allem nach dem Aufstieg des HC Lugano im Jahr 1982 erhöhten sich die SpielergehĂ€lter in der Liga, was fĂŒr den EHC Biel zunehmend ein finanzielles Problem darstellte. Daher versuchte der Verein die prekĂ€re Lage mit Spendenaktionen auszugleichen, und Spieler verzichteten auf einen Teil ihrer Löhne.

Die Saison 1984/85 nahm der EHC Biel mit einem neuen Trainer, Tibor Vozar, und einem neuen Spieler, dem Kanadier Normand Dupont, der fĂŒr Richmond Gosselin kam, in Angriff. Weiterhin besass der Verein ein AuslĂ€nderduo, welches zusammen mit Olivier Anken dazu beitrug, dass sich der EHC Biel in den folgenden Jahren nie in Abstiegsgefahr befand. Mit der Sturmlinie Willy Kohler, Normand Dupont und Marc Leuenberger stellte der EHC Biel eine der besten Angriffsreihen der NLA. Unter Tibor Vozar erreichte die Mannschaft den sechsten Rang und somit die Meisterrunde, allerdings war die vom Trainer verordnete defensive Spielweise nicht dazu geeignet, grössere Zuschauerzahlen anzuziehen.

Nicht zuletzt aus finanziellen GrĂŒnden entschied sich die VereinsfĂŒhrung, Jean Helfer, der dem Verein zuvor schon in diversen Funktionen gedient hatte (TK-Chef, Interimstrainer, TalentspĂ€her), fĂŒr die folgende Saison als Trainer zu engagieren. In der Saison 1985/86 kĂ€mpfte der EHC Biel bis zum Schluss um die Teilnahme an den erstmals ausgetragenen Playoffs der Top vier, verlor jedoch das letzte und entscheidende Spiel gegen den HC Sierre im Bieler Eisstadion. In der Saison 1986/87 gewannen die Bieler im Schnitt ungefĂ€hr einen Punkt pro Spiel, was fĂŒr die Playoff-Qualifikation nicht reichte. Am Schluss beendete der EHC Biel die Saison mit dem sechsten Rang.

Mit der Saison 1987/88 begann die Ära des schwedischen Trainers Björn Kinding, der vier Jahre lang relativ erfolgreich arbeitete. Spieler aus der eigenen Jugendmannschaft wurden integriert und schafften vielfach den Durchbruch in der ersten Mannschaft. Der Verein musste weiterhin nicht um den Klassenerhalt bangen. Durchschnittlich wurde etwa ein Punkt pro Spiel gewonnen und damit in der Saison 1987/88 die Playoffs der Top vier knapp verpasst. In der Saison 1988/89 qualifizierte sich der Verein mit dem sechsten Platz erstmals fĂŒr die Playoffs. Die Viertelfinalspiele gegen den Kantonsrivalen SC Bern gingen verloren (1:4, 2:5).

Zur Saison 1989/90 kehrte Köbi Kölliker nach Biel zurĂŒck, der Kanada-Schweizer GaĂ«tan Boucher wurde verpflichtet, und der Abgang von Daniel Poulin wurde durch NHL-Spieler Gaston Gingras kompensiert.

Einerseits fĂŒhrte die gewonnene Routine, andererseits die positive Entwicklung der seit drei Jahren von Björn Kinding betreuten Mannschaft dazu, dass der EHC Biel in dieser Saison zeitweise an der Tabellenspitze stand und sich am Schluss der Qualifikation auf dem dritten Platz befand. In den Playoff-Viertelfinalspielen setzte sich der EHC Biel mit zwei Spielen gegen den EV Zug durch. Im Halbfinal kam es zu einem Duell mit dem Kantonsrivalen aus der Hauptstadt. Das erste Spiel in Bern wurde gewonnen (3:2), im dritten Spiel in Bern verloren die Bieler (3:2 nach VerlĂ€ngerung), wĂ€hrend sich der SC Bern in den Spielen im Bieler Eisstadion durchsetzte (2:6, 6:9).

Konsolidierung (1990–1994)

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1990/91 gelang der praktisch unverÀnderten Mannschaft die BestÀtigung nicht. Trainer Kinding wurde wÀhrend der Saisonmitte entlassen und durch Dick Decloe, der vom SC Lyss (NLB) kam, ersetzt. Es resultierten ein siebter Rang nach der Qualifikation und drei Niederlagen im Viertelfinal gegen den HC Lugano.

Die folgende Transferperiode zog eine ZĂ€sur in der Mannschaft nach sich. Sowohl Normand Dupont als auch Marc Leuenberger verliessen den Verein, was zum Ende der Sturmlinie Kohler/Dupont/Leuenberger fĂŒhrte. Jean-Jacques Aeschlimann, Laurent Stehlin und Gaston Gingras wechselten zum HC Lugano. Durch die politischen VerĂ€nderungen im Ostblock eröffnete sich 1991/92 ein neuer Spielermarkt, und es konnten zwei Spieler aus der ehemaligen Sowjetunion verpflichtet werden. Martin Laminet, der Bieler PrĂ€sident, wie auch der Fribourg-GottĂ©ron PrĂ€sident Jean Martinet verpflichteten zwei Spieler aus der obersten sowjetischen Liga. Mit dem Offensivverteidiger Walerij Schyrjajew, welcher 38 Punkte in 44 Spielen in der letzten Spielzeit der obersten sowjetischen Liga erzielte, und Ramil Juldaschew, mit 56 Punkten in 44 Spielen der Topscorer dieser Meisterschaft, kamen zwei hochkarĂ€tige ukrainische Spieler zum EHC Biel. Der EHC Biel setzte sich in den Verhandlungen gegen den HC Davos durch, der die beiden ebenfalls hatte verpflichten wollen.

Somit nahm der EHC Biel die Saison 1991/92 mit neuen Spielern, aber vorerst weiterhin mit Trainer Decloe in Angriff. Ramil Juldaschew erzielte in seiner ersten Spielzeit 35 Tore und insgesamt 66 Punkte in 39 Spielen bei nur 20 Strafminuten, und der Verteidiger Schyrjajew stand Ende dieser Spielzeit mit 42 Punkten in 33 Spielen da. Trotz den beiden neuen und auf dem Papier stÀrksten AuslÀnder der Liga erreichte der EHC Biel nur den achten Rang und war vier Punkte von einem Abstiegsrundenplatz entfernt.

Spieler 2004; rechts der spÀtere EHCB-Trainer Kevin SchlÀpfer

In den Playoffs bezwang der EHC Biel, nun trainiert vom Duo Lucien Ramseyer/Köbi Kölliker, im ersten Viertelfinalspiel den in dieser Saison die Qualifikation dominierenden HC Fribourg-GottĂ©ron nach Penaltyschiessen, das zweite ging nach VerlĂ€ngerung verloren. Im dritten und vierten Spiel verloren die Bieler gegen den HC Fribourg-GottĂ©ron, dies vor allem wegen der zwei russischen StĂŒrmer Slawa Bykow und Andrei Chomutow.

1992/93 stand der EHC Biel unter der Leitung von Trainer Bror Hansson. Ihm gelang es, die beiden Ukrainer besser in die Mannschaft zu integrieren, die Mannschaft spielte ein klares Spielsystem und erreichte den Playoff-Viertelfinal (Rang sieben), der gegen Kloten mit 4:0-Spielen verloren ging. Nach Saisonschluss wurde der als Publikumsliebling geltende Trainer Bror Hansson durch den Vorstand um Ueli Roth aus seinem weiterlaufenden Vertrag entlassen und durch den als Trainer unerfahrenen Köbi Kölliker ersetzt. Köbi Kölliker hatte bis dahin lediglich einmal als Trainer gearbeitet, und dies in den Playoffs 1991/92 zusammen mit Lucien Ramseier als Trainerduo.

In der Saison 1993/94 erzielte der bis anhin zuverlĂ€ssige Scorer Ramil Juldaschew aufgrund vieler Verletzungen und bedingt durch den Abgang seines Passgebers Walerij Schyrjajew nur 26 Punkte in 34 Spielen. Der DĂ€ne Heinz Ehlers war durch die vielen Verletzungen Juldaschews beinahe auf sich alleine gestellt und erhielt durch den Tschechen Leo Gundas, welcher nur 5 Punkte in 19 Spielen erzielte, keine UnterstĂŒtzung. Diese beiden konnten das ukrainische Duo nicht valabel ersetzen. Daher erreichte der Verein nach der Qualifikation den zehnten und letzten Platz. Nun wurde der Trainer durch Jean Helfer ersetzt. Es folgten Playout-Spiele gegen den neuntklassierten EHC Olten. Im sechsten Spiel, im Bieler Eisstadion, hielt Olivier Anken im Penaltyschiessen den entscheidenden Penalty, und der EHC Biel hielt sich in der NLA. Olivier Anken trat danach vom Profisport zurĂŒck.

Abstieg und Sanierung (1994–1997)

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In der Saison 1994/95 bestritt Chris Chelios wĂ€hrend des NHL-Lockouts drei Spiele fĂŒr den EHC Biel und verbuchte drei Assists, bevor er sich verletzte.

Sörensen und schliesslich Reynolds hiessen die Trainer in dieser Saison. PrĂ€sident Roth war zu Ohren gekommen, der Bieler StĂŒrmer Marc Weber solle behauptet haben, es sei fĂŒr den EHC Biel angesichts der finanziellen Situation wohl besser, in die NLB abzusteigen. Roth entliess darauf Weber fristlos, der danach vom SC Rapperswil-Jona aufgenommen wurde. Diese Aktion half der Mannschaft nicht, der letzte Platz und die Playout-Niederlage gegen Rapperswil waren die Folge. Der EHC Biel stieg in die NLB ab. Die abtretende FĂŒhrung des EHC Biel hinterliess einen Schuldenberg von 4,5 Millionen Franken.

Die nĂ€chsten Jahre standen im Zeichen der Sanierung. Unter anderem verbesserten Urs W. Frey und Erwin Stalder die finanzielle Situation durch eine Nachlassstundung des Vereins. Zudem wurde 1998 die Aktiengesellschaft EHC Biel AG gegrĂŒndet. In sportlicher Hinsicht wurden in den ersten zwei NLB-Jahren keine grösseren Erfolge verbucht. 1995/96 ging der EHC Biel mit dem Trainer Barry Jenkins, den Russen Kwartalnow und Malgin und einer auf etlichen Positionen verĂ€nderten Mannschaft nach dem Abstieg in die erste NLB-Saison. Nach der Qualifikation wurde der siebte Platz belegt. Im Playoff-Viertelfinal schied der EHC Biel gegen den spĂ€teren Aufsteiger HC La Chaux-de-Fonds mit 3:0-Spielen aus.

In der nĂ€chsten Saison wurden wieder kanadische Spieler wie Paul GagnĂ© und Shawn Heaphy verpflichtet. Trainiert wurde der Verein nun von Mike Zettel. Trotz guten Leistungen der AuslĂ€nder und fĂŒr NLB-VerhĂ€ltnisse hochkarĂ€tigen ZuzĂŒgen wie Fredi LĂŒthi (RĂŒckkehrer) und Maxime Lapointe zeigte der EHC Biel keine wesentlichen Fortschritte in der Saison 1996/97. Es resultierte Rang acht nach der Qualifikation und eine Niederlage zum Abschluss im Playoff-Viertelfinal gegen den Qualifikationssieger HC Thurgau (2:3-Siege). Ende dieser Saison verliess der NHL-Erstrundendraft Michel Riesen den EHC Biel, der bereits in der bis dahin letzten NLA-Saison des EHC Biel im Alter von 15 Jahren zu seinen ersten NLA-Spielen und ersten NLA-Punkten gekommen war.

Nationalliga B (1997–2003)

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In der Saison 1997/98 ĂŒbernahm Paul-AndrĂ© Cadieux das Traineramt. Die nicht gross verĂ€nderte Mannschaft zeigte gute Leistungen, der EHC Biel wurde zum NLB-Spitzenteam: Platz zwei in der Qualifikation, Playoff-Viertelfinal und -halbfinalsiege gegen GC und Thurgau. Es kam zum Derby-Final gegen die SCL Tigers aus Langnau, bei welchem sich die Tigers mit 1:3 Siegen durchsetzten (2:3, 3:8, 8:0, 2:3). In der Saison 1998/99 hielt der EHC Biel nicht mit den fĂŒhrenden Teams mit und erreichte Rang vier. Es folgten 3:1-Siege im Viertelfinal gegen den HC Lausanne, ehe er im Halbfinal gegen den EHC Chur mit 1:3 verlor.

Zur Saison 1999/2000 ĂŒbernahm der Kanadier Paul GagnĂ© das Traineramt. Seine Landsleute Claude Vilgrain und Michel Mongeau waren die neuen Spieler im Team. Die Mannschaft erreichte den fĂŒnften Platz in einer breiten Spitzengruppe. Sie setzte sich in den Viertelfinalspielen gegen den HC Thurgau durch und unterlag dem spĂ€teren Aufsteiger EHC Chur im Halbfinal.

Spielbeginn 2006

Der nÀchste Trainer hiess Markus Graf. In der Saison 2000/01 stiess der EHC Biel wieder an die Spitze vor. Mit den Kanadiern Gino Cavallini und Claude Vilgrain hatte der EHC Biel ein starkes AuslÀnderduo. Der EHC Biel erreichte Rang zwei nach der Qualifikation und setzte sich in den Playoffs gegen den HC Ajoie und Servette Genf durch, ehe die Mannschaft im Final gegen den Lausanne Hockey Club verlor.

In der Saison 2001/02 schied EHC Biel im Playoff-Viertelfinal gegen Ajoie aus. Kurz vor den Playoffs war Trainer Graf entlassen und kurzfristig durch Leuenberger ersetzt worden. Zur Saison 2002/03 ĂŒbernahm Bror Hansson wie vor zehn Jahren den Posten des Trainers. Die Qualifikationsphase wurde hinter GC und Basel auf Platz drei beendet, in den Playoffs besiegte der EHC Biel den HC Thurgau und unterlag danach dem spĂ€teren Aufsteiger EHC Basel.

Aufstiegskandidat (2003–2007)

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Meister NLB 2006

In der Saison 2003/04 stand Charlie Oppliger an der Bande. Mit ihm erreichte der EHC Biel den ersten Platz der Qualifikationsrangliste. Nach dem Playoff-Final gegen den HC Sierre wurde der NLB-Meistertitel gewonnen. Der Verein hatte die Chance, nach einem Sieg gegen den HC Lausanne aufzusteigen. Dort erwies sich der Unterschied vor allem beim AuslÀnderpersonal als zu gross, und so scheiterte der EHC Biel klar.

Die Saison 2004/05 war geprÀgt von vielen NHL-Söldnern in der Schweiz, die aufgrund des Lockouts Spielpraxis in europÀischen Ligen suchten. Auch der EHC Biel verpflichtete mit Ben Clymer und Tyler Wright zwei Spieler aus der NHL. Nach Rang zwei in der Qualifikation scheiterte der Verein im Halbfinal am HC Sierre-Anniviers.

In der Saison 2005/06 wurde der EHC Biel Qualifikationssieger. Anschliessend wurden in den Playoffs die jeweiligen Gegner (GCK Lions, HC Lausanne und HC Sierre-Anniviers) mit 4:1 Siegen bezwungen. Im letzten Spiel, das den Meistertitel brachte, wurde der HC Sierre-Anniviers mit 10:0 im heimischen Eisstadion Biel geschlagen.

Aus den Fehlern der letzten Aufstiegsspielen in der Saison 2003/04, als sich der Unterschied vor allem zwischen den AuslĂ€ndern als zu gross erwies, zog die VereinsfĂŒhrung fĂŒr diese Ligaqualifikation den Schluss, dass noch einmal neue Spieler verpflichtet werden mĂŒssten. Sie stellte, zusĂ€tzlich zu den bereits unter Vertrag stehenden Kanadiern, Jesse BĂ©langer, Patrice Lefebvre, Pascal TrĂ©panier und Éric Perrin vom SC Bern, Marko Tuomainen von den SCL Tigers, Steve Thornton vom EHC Basel sowie Alexandre Tremblay und den ukrainisch-schweizerischen DoppelbĂŒrger Walerij Schyrjajew vom HC La Chaux-de-Fonds ein. Da sich aber auch die Gegner verstĂ€rkten (insgesamt wurden wĂ€hrend der Saison 17 AuslĂ€nderlizenzen vergeben), scheiterte der EHC Biel erneut, diesmal mit 2:4 gegen Fribourg-GottĂ©ron.

Nach dem gewonnenen NLB-Meistertitel und dem verpassten Aufstieg verliessen viele Stammspieler den Club, die AuslĂ€nder mussten den Club verlassen. Hinzu kam, dass zwei Stammspieler aufgrund einer Verletzung den RĂŒcktritt vom Eishockey gaben. Somit stieg der EHC Biel mit einer stark verĂ€nderten Mannschaft in die Saison 2006/07. Trotz diesen vielen Änderungen und aufgrund dessen einer unbestĂ€ndigen Saison schloss der EHC Biel auf dem zweiten Rang ab. Nach Playoff-Viertelfinal und -Halbfinalspielen wurde gegen den EHC Visp der dritte NLB-Meistertitel in vier Jahren errungen. Um aufzusteigen, gab der EHC Biel ĂŒber 350'000 Franken fĂŒr VerstĂ€rkungsauslĂ€nder aus. Dies waren der tschechische NationaltorhĂŒter Marek Pinc, die frĂŒheren NHL-Spieler Jiƙí Ć lĂ©gr und Serge Aubin sowie Nick Naumenko und Eero Somervuori vom HC AmbrĂŹ-Piotta und Kirby Law vom HC GenĂšve-Servette. Somit hatte der EHC Biel, neben den eigenen AuslĂ€ndern Alexandre Tremblay und Brian Felsner sowie dem ausgeliehenen Stefan Hellkvist, neun AuslĂ€nder unter Vertrag, wobei fĂŒnf pro Spiel eingesetzt werden durften. Der EHC Biel gestaltete die