Doppelbereifung
Doppelbereifung (auch Zwillingsbereifung) ist eine Sonderbauart der Bereifung, bei der zwei Reifen auf zwei getrennten oder einer gemeinsamen Felge an einer Radnabe oder einer sonstigen Achsaufnahme montiert sind.
Eine Doppelbereifung wird eingesetzt, um die Achslast besser auf die Fahrbahn, wie bei Lastkraftwagen (Lkw) und Omnibussen ĂŒblich, oder auf eine anderweitige OberflĂ€che, wie beispielsweise einen Acker, zu verteilen. Die Felgenkonstruktion verhindert die BerĂŒhrung beider Reifen unter Belastung.
Eine Alternative fĂŒr Lkw, Landmaschinen und AnhĂ€nger stellt der Super-Single-Reifen dar, ein Einzelreifen mit Ăberbreite.
In den 1940er- und 1950er-Jahren wurden Oberleitungsbusse auf Henschel-Fahrgestellen mit Zwillingsreifen auch an den gelenkten VorderrÀdern eingesetzt.
In den 1930er-Jahren wurden auch im Motorsport von der Auto Union AG bei Bergrennen Zwillingsreifen eingesetzt, um die dabei auftretenden erhöhten SeitenkrÀfte aufzufangen. In den 1970er-Jahren experimentierte auch die Scuderia Ferrari mit dem doppelbereiften Rennwagen 312T6.[1]
- Doppelbereifung an der Hinterachse eines Lkws
- Doppelbereifung bei einem 1936er-Auto-Union-Rennwagen
- Radbagger mit Doppelbereifung an beiden Achsen
- Traktor mit Doppelbereifung
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â 312T6; Ferrariâs forgotten six-wheeler bei www.unracedf1.com (englisch)