Brause

Brausen oder Brauselimonaden sind kohlensĂ€urehaltige ErfrischungsgetrĂ€nke.[1] Im Gegensatz zu FruchtsaftgetrĂ€nken, Fruchtschorlen und Limonaden werden sie nicht nur aus natĂŒrlichen Stoffen hergestellt, sondern können auch kĂŒnstliche oder naturidentische Aroma- und/oder Farbstoffe enthalten.
Bis in die erste HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts gehörte es zur verbreiteten hauswirtschaftlichen Praxis, Limonaden mit verschiedenen FruchtsĂ€ften und frei von KohlensĂ€ure zuzubereiten. Daher wurden Ă€hnliche GetrĂ€nke mit KohlensĂ€urezusatz davon unterschieden. Das Handbuch der Drogisten-Praxis beschrieb demnach: âUnter Limonaden versteht man sĂ€uerliche ErfrischungsgetrĂ€nke (der Name hĂ€ngt zusammen mit Limonen, Zitronen), die in fertiger Form, mit Ausnahme der sog. Brauselimonaden, nur selten Handelsware bilden. Brauselimonaden sind vorteilhaft nur fabrikmĂ€Ăig herzustellen. Sie sind Limonaden, dargestellt aus beliebigem Limonadensaft und kohlensaurem Wasser, [âŠ].â[1] Die Fabrikation der MineralwĂ€sser ist oft mit der Herstellung von Brauselimonaden verbunden.[2]
Aktuell
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland ist nach den LeitsĂ€tzen fĂŒr ErfrischungsgetrĂ€nke[3] des deutschen Lebensmittelbuchs die Verkehrsbezeichnung âBrauseâ, die durch Angaben wie âmit Waldmeister-Geschmackâ, âmit Waldmeister-Aromaâ oder âWaldmeister-Brauseâ ergĂ€nzt wird.
Der Begriff Brause wird in manchen Regionen, vor allem in Ostdeutschland, als Synonym fĂŒr den Begriff Limonade verwendet. Heute nur noch selten zu bekommen ist echte Fassbrause, die direkt vom Fass gezapft wird, bei der es sich aber trotz des Namens um eine Limonade handelt.
Als âBrauseâ wird auĂerdem das in kleinen TĂŒtchen bzw. in gepressten WĂŒrfeln erhĂ€ltliche Brausepulver bezeichnet, welches erst sĂ€uerlich und dann sĂŒĂ schmeckt. Es existieren davon im Handel vor allem fĂŒnf Hauptsorten: Cola (braun), Himbeere (rot), Waldmeister (grĂŒn), Zitrone (gelb) und Orange (orange). Die Mixtur besteht aus einem Natron-WeinsĂ€ure-Gemisch und Aromastoffen und sprudelt, weil das Natron mit der SĂ€ure reagiert.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Hahn, Thomas Bruggmann: Lexikon Lebensmittelrecht. (Loseblattsammlung) 2. Auflage. Behrâs Verlag, Hamburg 1998. ISBN 3860223348
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Gustav Adolf Buchheister: Vorschriftenbuch fĂŒr Drogisten. Die Herstellung der gebrĂ€uchlichen Verkaufsartikel. (= Handbuch der Drogisten-Praxis; 2) Julius Springer, 9. Aufl., Berlin 1922, S. 155.
- â Gustav Adolf Buchheister, Georg Ottersbach: Handbuch der Drogisten-Praxis. Ein Lehr- und Nachschlagebuch fĂŒr Drogisten, FarbwarenhĂ€ndler usw. (= Handbuch der Drogisten-Praxis; Teil 1) Julius Springer, 11. Aufl., Berlin 1914, S. 580.
- â LeitsĂ€tze fĂŒr ErfrischungsgetrĂ€nke, Neufassung vom 27. November 2002, BAnz. Nr. 62 vom 29. MĂ€rz 2003, GMBl. Nr. 18 S. 383 vom 15. April 2003, abgerufen am 22. Dezember 2019