Zum Inhalt springen

Brainoil

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Brainoil
Allgemeine Informationen
Herkunft Oakland (Vereinigte Staaten)
Genre(s) Sludge
Aktive Jahre
GrĂŒndung 1998
Auflösung
Website www.brainoil.com
Aktuelle Besetzung
Schlagzeug
Ira Harris
Gesang, Gitarre
Nathan Smith
E-Bass, Gesang
Greg Wilkinson

Brainoil ist eine 1998 als Mrbrainoil gegrĂŒndete Sludge-Band aus dem US-amerikanischen Oakland.

SĂ€nger und Bassist Greg Wilkinson grĂŒndete 1998 Mrbrainoil als Soloprojekt. Erste Aufnahmen entstanden unter Zuhilfenahme eines Drumcomputers. Wilkinson wurde angeboten, Material auf der Kompilation World Demise zu veröffentlichen. Dabei entstand das StĂŒck I Won’t Die welches die musikalische Ausrichtung des Projektes variierte und in Wilkinson den Wunsch weckte, als Band weiter zu agieren. Im Jahr 2000 stieß so der Gitarrist Nathan Smith von Code 13 hinzu, woraufhin Wilkinson das Projekt umbenannte und das Duo als Brainoil ein erstes umbenanntes Demo aufnahm, welches kostenlos als Download veröffentlicht wurde. Noch im gleichen Jahr trat Ira Harris von Watch Them Die der Gruppe bei. Als Trio wurde das Demoband 2001 erneut aufgenommen und als MC veröffentlicht. Ebenfalls 2001 erschien via Boredom Noise die Split-EP Brain Lung, fĂŒr welche Brainoil mit Iron Lung kooperierte. Eine weitere Split-EP, diesmal mit Cruevo, einem anderen Projekt unter Wilkinsons Beteiligung, folgte ebenfalls 2001 auf Berserker Records. Im MĂ€rz des gleichen Jahres trat die Gruppe erstmals live in Erscheinung. Noch im gleichen Jahr bestritt Brainoil Konzerte mit Iron Lung und Teen Cthulhu.[1][2]

Nach der AnkĂŒndigung, das Jahr 2002 ruhiger zu begehen und Aufnahmen fĂŒr ein kommendes Album zu bestreiten, erschien 2003 das selbstbetitelte DebĂŒtalbum auf dem kalifornischen Hard- und Crustcore-Label Life Is Abuse, das ursprĂŒnglich Mitglieder von Dystopia gegrĂŒndet hatten, um eigenes Material zu veröffentlichen.[3][4] Das Album wurde in den Polymorph Studios von Dan Rathburn aufgenommen.[4] Das Album Brainoil wurde von der Musikpresse positiv aufgenommen und Jahre nach der Veröffentlichung von einigen Rezensenten zu einem beinahe vergessenen Klassiker des Genres erklĂ€rt.[3][4][5][6]

Nach dem DebĂŒt folgte eine lange Schaffenspause, die die Musiker mit der Konzentration auf andere Bands wie Stormcrow, Graves at Sea oder Watch Them Die und Projekte, wie Greg Wilkinsons Bestreben, ein eigenes Tonstudio aufzubauen, erlĂ€uterten. Trotz der Veröffentlichungspause probte die Gruppe weiter, schrieb neue StĂŒcke und trat regelmĂ€ĂŸig auf. Im August 2011 erschien das zweite Studioalbum Death of This Dry Season, das in Wilkinsons Studio im Juni 2010 aufgenommen wurde, ĂŒber 20 Buck Spin.[7] Death of This Dry Season wurde von der Musikpresse hoch gelobt, wobei die kurze Laufzeit von etwa 25 Minuten kritisch angemerkt wurde.[8][9][10][11] FĂŒr das StĂŒck Gravity is a Relic produzierte die Band ein Musikvideo. Im September 2011 veröffentlichte Brainoil die Kompilation Oddities, Obscurities and Releases Mix #1, die unveröffentlichtes Material und StĂŒcke von Death of This Dry Season enthielt, als kostenlosen Download.[12] Im Jahr 2014 erschien mit Dropdead / Brainoil eine Split-EP mit der Powerviolence-Band Dropdead auf Armageddon Label.

Brainoil gilt als Sludge-Band. Ihre Musik wird oft mit jener von populĂ€ren Genrevertretern wie Dystopia, EyeHateGod, Buzzov‱en, Noothgrush und Iron Monkey verglichen.[4][8] Dabei wird Brainoil als Punk- und Rifforientierter umschrieben. Die StĂŒcke bauen zumeist auf einfachen repetitiven Gitarrenriffs auf.[6] Dabei erreiche das Riffing laut Jeb Branin von In Music We Trust eine geradezu physische PrĂ€senz.[5] Die Rhythmusgruppe spiele ĂŒberwiegend in einem hohen und kraftvollem Tempo.[6] Die fĂŒr den Sludge ĂŒblichen, und den Stil hĂ€ufig dominierenden, langsamen Doom-Passagen kontrastieren das ansonsten schnelle Spiel als kurze Passagen, die ab der Mitte oder am Ende der StĂŒcke eingebracht werden.[2][10] Ebenso wie Rhythmus und Riffing wird der heisere BrĂŒllgesang dem Hardcore Punk nahe gestellt.[7]

  • 2000: Demo (Download, Selbstverlag)
  • 2001: Demo (Demo-MC, Selbstverlag)
  • 2001: Brain Lung (Split-EP mit Iron Lung, Boredom Noise)
  • 2001: Cruevo / Brainoil (Split-EP mit Cruevo, Berserker Records)
  • 2003: Brainoil (Album, Life Is Abuse)
  • 2011: Death of This Dry Season (Album, 20 Buck Spin)
  • 2011: Oddities, Obscurities and Releases Mix #1 (Kompilation, Selbstverlag)
  • 2014: Dropdead / Brainoil (Split-EP, Armageddon Label)
  • 2018: Singularity to Extinction (Album, Tankcrimes)

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Brainoil: Brainoil. Life is Abuse, abgerufen am 6. Juli 2017.
  2. 1 2 anthonypand: Brainoil (2001). Archiviert vom Original am 5. Mai 2007; abgerufen am 6. Juli 2017.
  3. 1 2 Aaron Pickford /: Brainoil: Brainoil. The Sludgelord, abgerufen am 6. Juli 2017.
  4. 1 2 3 4 dr. park: Brainoil: Brainoil. Apeshit, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 13. Februar 2014; abgerufen am 6. Juli 2017.
  5. 1 2 Jeb Branin: Brainoil: Brainoil. In Music We Trust, abgerufen am 6. Juli 2017.
  6. 1 2 3 Mr. Jones: Brainoil: Brainoil. More Fuzz, abgerufen am 6. Juli 2017.
  7. 1 2 Jonathan Horsley: Interview: Oakland Riff-Titans Brainoil End The Drough. Decibel Magazine, abgerufen am 6. Juli 2017.
  8. 1 2 Chuck Kucher: Brainoil: Death of This Dry Season. teeth of the divine, abgerufen am 6. Juli 2017.
  9. ↑ Trash Bot: Brainoil: Death of This Dry Season. Heavy Planet, abgerufen am 6. Juli 2017.
  10. 1 2 Chris Ayers: Brainoil: Death of This Dry Season. Exclaim, abgerufen am 6. Juli 2017.
  11. ↑ Willem van Tuijl: Brainoil: Death of This Dry Season. Zware Metalen, abgerufen am 6. Juli 2017.
  12. ↑ Brainoil: Brainoil: Oddities, Obscurities and Releases Mix #1. Brainoil, abgerufen am 6. Juli 2017.