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Bobby Ryan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Bobby Ryan

Geburtsdatum 17. März 1987
Geburtsort Cherry Hill, New Jersey, USA
Größe 188 cm
Gewicht 97 kg

Position Rechter Flügel
Schusshand Rechts

Draft

NHL Entry Draft 2005, 1. Runde, 2. Position
Mighty Ducks of Anaheim

Karrierestationen

2003–2007 Owen Sound Attack
2006–2008 Portland Pirates
2008–2013 Anaheim Ducks
2013–2020 Ottawa Senators
2020–2021 Detroit Red Wings

Bobby Ryan (* 17. März 1987 in Cherry Hill, New Jersey als Robert Shane Stevenson) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Eishockeyspieler, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 2003 und 2021 unter anderem 917 Spiele in der National Hockey League bestritten hat. Der rechte Flügelstürmer war zunächst von Juli 2013 bis September 2020 bei den Ottawa Senators aktiv, kurzzeitig bei den Detroit Red Wings sowie davor knapp sechs Jahre bei den Anaheim Ducks, die ihn im NHL Entry Draft 2005 an zweiter Gesamtposition ausgewählt hatten. Mit der Nationalmannschaft der USA gewann Ryan bei den Olympischen Winterspielen 2010 die Silbermedaille.

Ryan im Trikot der Anaheim Ducks (2012)

Bereits seit Kindesalter an spielte Bobby Ryan Eishockey; zuerst auf öffentlichen Anlagen in Philadelphia, später in diversen Jugendvereinen. Sein Vater Bob Stevenson, der eine Versicherungsgesellschaft besaß, verletzte im Oktober 1997 bei einer alkoholbedingten Gewalthandlung seine Ehefrau Melody Stevenson schwer.[1] Zuvor hatte Bobby Ryan mit seinem Vater ein Eishockeyspiel der Philadelphia Flyers besucht.[2] Nach seiner Rückkehr nach Hause traf Bob ein paar Freunde und trank ein paar Bier. Er bezichtigte seine Frau des Drogenmissbrauchs, was sie stets bestritt.[2]

Die US-Justiz erhob gegen Bob Stevenson Anklage wegen versuchten Mordes, woraufhin sich dieser nach El Segundo, Südkalifornien absetzte, um der Strafverfolgung zu entkommen.[1] Seine Ehefrau hingegen blieb mit ihrem Sohn und wollte keine Anzeige gegen ihren Mann erstatten.[1] Später im selben Jahr zogen beide nach Südkalifornien, wo sich Vater Bob rechtsgültig in Bob Ryan hatte umbenennen lassen. Somit wurde aus Bobby Stevenson ebenfalls Bobby Ryan.[1] Nachdem Ryan, der zuhause unterrichtet wurde, mehrere Jahre im Juniorenprogramm der Los Angeles Kings gespielt hatte, kam es im Jahr 2000 zu einer erneuten familiären Krise. Im Februar des Jahres stürmten mehrere US Marshals die Wohnung der Ryans in Hermosa Beach und nahmen den Vater fest.[1] Im anschließenden Prozess bekannte er sich der schweren Körperverletzung schuldig und wurde zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt.[1]

In der OHL Priority Selection 2003 wurde Bobby Ryan in der ersten Runde an siebter Position von den Owen Sound Attack ausgewählt. Ab der Saison 2003/04 spielte Bobby Ryan professionelles Junioreneishockey in der Ontario Hockey League für die Owen Sound Attack, bei denen er die Rückennummer 9 trug. Während dieser Zeit zeigte sich immer mehr das Potenzial und Talent Ryans, sodass dieser 2005 letztlich an zweiter Stelle von den Mighty Ducks of Anaheim im NHL Entry Draft 2005 ausgewählt wurde. In seinen insgesamt vier Jahren bei den Attack erzielte Bobby Ryan 133 Tore und gab weitere 192 Vorlagen für 325 Punkte bei 210 Strafminuten. Dies alles erzielte er in 249 Spielen. In den Playoffs erzielte er in insgesamt 30 Spielen neun Tore und 17 Assists für 26 Punkte. Demgegenüber standen für Ryan ebenfalls 26 Strafminuten zu Buche.

Nachdem Ryan bereits in der Saison 2005/06 19 Spiele für die Portland Pirates, das AHL-Partnerteam der Mighty Ducks, in den Playoffs bestritt, in denen er auf insgesamt acht Punkte kam – darunter ein Tor –, wurde er auch in der darauffolgenden Saison zeitweise in der American Hockey League eingesetzt, wobei er in acht Spielen drei Treffer und sechs Vorlagen verbuchte. Im März 2006 unterzeichnete er einen Einstiegsvertrag über drei Jahre bei den Mighty Ducks of Anaheim. Ab der Saison 2006/07 besaß Bobby Ryan einen Stammplatz im Kader der Pirates und erzielte in der