Bisselgestell



Das nach Levi Bissell benannte Bisselgestell ist eine recht einfache und hĂ€ufig verwendete Variante, einen Laufradsatz â Bisselachse â zumeist einer Dampflokomotive kurvenbeweglich zu lagern. Levi Bissell erhielt im Jahre 1867 ein Patent auf seine Erfindung.[1]
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Beim Bisselgestell wird ein Hilfsrahmen mit einer Achse verwendet, dessen Drehzapfen entlang der LĂ€ngsachse des Fahrzeugs verschoben ist. Daher kann sich der Radsatz nicht nur um die Hochachse drehen, sondern wird analog dazu auch radial zur Seite ausgeschwenkt, was bei Dampflokomotiven nötig ist, da die Position auf dem Gleis hier bereits durch die Treib- und KuppelradsĂ€tze vorgegeben ist. Um das Bisselgestell an der FahrzeugfĂŒhrung zu beteiligen, ist eine RĂŒckstellfeder oder ein Gegenlenker eingebaut.
Auch einige Ă€ltere Elektrolokomotiven, beispielsweise die schweizerischen SBB Ae 4/7, die deutsche DR-Baureihe E 95, wiesen Bisselgestelle auf, wenn die Treibachsen im Hauptrahmen und nicht in Drehgestellen angeordnet waren. Bei der Diesellokomotive VâŻ140âŻ001 wurde ebenfalls ein Bisselgestell verwendet.
Eine Sonderform mit AuĂenrahmen ist das Delta-Schleppgestell, das insbesondere als Nachlaufgestell von Dampflokomotiven mit Schlepptender verwendet wurde.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andreas SchÀfer: Lenkgestell. In: Aufbau und Technik der Dampflokomotive. Archiviert vom am 27. Dezember 2007; abgerufen am 27. Januar 2011.
- Lexikon Eisenbahn. Transpress VEB Verlag fĂŒr Verkehrswesen. Berlin, 1978