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AdĂș

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Film
Titel AdĂș
Produktionsland Spanien
Originalsprache Spanisch, Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 2020
LÀnge 119 Minuten
Stab
Regie Salvador Calvo
Drehbuch Alejandro HernĂĄndez
Produktion Ghislain Barrois,
Álvaro Augustin,
Javier Ugarte,
Edmon Roch
Musik Roque Baños
Kamera Sergi Vilanova ClaudĂ­n
Schnitt Jaime Colis
Besetzung

AdĂș ist ein spanisches Filmdrama von Salvador Calvo aus dem Jahr 2020. Der Film war fĂŒr 13 Goya-Filmpreise nominiert,[1] wovon er vier gewann.[2] Am 1. Juli 2020 erschien der Film in Deutschland bei Netflix.[3]

Der Film zeigt drei verschiedene Geschichten in Bezug auf Migration zwischen Afrika und Europa.

Der sechsjĂ€hrige AdĂș und seine Schwester Alika schaffen es einem Überfall auf ihr Zuhause in Kamerun zu entfliehen. Da ihr Vater in Spanien wohnt, verstecken sie sich in einem Flugzeug in dem Raum, in dem das Einziehfahrwerk eingefahren wird. Alika erfriert bei dem Flug. AdĂș ĂŒberlebt, landet aber nicht wie erhofft in Spanien, sondern im Senegal. Dort trifft er auf Massar, einem Somali, der auch Englisch spricht. Über Mauretanien gelangen sie schließlich nach Nordmarokko bis zur spanischen Exklave Melilla. Bei Melilla schafft es AdĂș die Grenze zu ĂŒberqueren und wird als MinderjĂ€hriger in Obhut genommen. Massar schafft es dagegen nicht nach Spanien.

Mateo ist Grenzpolizist in Melilla. Bei einem Versuch von mehreren Migranten den Grenzzaun zu ĂŒberqueren, sieht er, wie ein Kollege von ihm einem Migranten mit einem KnĂŒppel auf den Kopf haut. Dieser fĂ€llt daraufhin vom Zaun herunter und stirbt. Die anwesenden Grenzbeamten sprechen sich ab, um den Vorfall als Unfall zu vertuschen. Mateo hat dabei Gewissensbisse.

Gonzalo ist Spanier und arbeitet in Kamerun, um Wilderei, vor allem an Elefanten, zu verhindern. Dabei ist er aber wenig erfolgreich und verliert wegen eines Wutausbruchs seinen Job. Zum selben Zeitpunkt kommt seine Tochter ihn besuchen, zu der er eigentlich kaum Kontakt hat. Sie konsumiert Marihuana, was zu weiterem Streit mit ihrem Vater fĂŒhrt. Bei ihrer RĂŒckreise hat sie davon etwas in ihrem GepĂ€ck versteckt. Als sie beim GrenzĂŒbergang kontrolliert wird, entdeckt sie, dass ihr Vater das Marihuana ausgetauscht hat.

Vom Filmdienst erhielt der Film 3 von 5 Sternen: „Dem spanischen Drama gelingt eine vielschichtige Herangehensweise, die eindringlich die humanitĂ€ren Folgen der Fluchtbewegungen und des europĂ€ischen Umgangs damit beleuchtet, wenn der Film auch manchmal ĂŒber die StrĂ€nge schlĂ€gt, wenn er das Geschehen etwa durch Musik emotionalisiert.“[4] Oliver Armknecht von film-rezensionen.de meint, dass der Film keine richtigen Antworten auf die aufgeworfenen Fragen findet: „Das ist alles gut gespielt, funktioniert als Familiendrama, vergeudet aber doch das Szenario und das Thema des Films. Es ist dann auch mindestens schade, wenn nicht gar Ă€rgerlich, dass es dem Drama nicht so recht gelingt, etwas zu der Debatte beizutragen.“[5]

Goya 2021[6]

  • Auszeichnung fĂŒr beste Regie (Salvador Calvo)
  • Auszeichnung fĂŒr bester Nachwuchsdarsteller (Adam Nourou)
  • Auszeichnung fĂŒr beste Produktionsleitung (Ana Parra und Luis FernĂĄndez Lago)
  • Auszeichnung fĂŒr Ton (Eduardo Esquide, Jamaica RuĂ­z GarcĂ­a, Juan Ferro und Nicolas de Poulpiquet)
  • Nominierung fĂŒr bester Film
  • Nominierung fĂŒr bestes Originaldrehbuch
  • Nominierung fĂŒr beste Filmmusik
  • Nominierung fĂŒr bester Filmsong
  • Nominierung fĂŒr bester Nebendarsteller
  • Nominierung fĂŒr beste Kamera
  • Nominierung fĂŒr bester Schnitt
  • Nominierung fĂŒr bestes Szenenbild
  • Nominierung fĂŒr beste Maske

Einzelnachweise

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  1. ↑ Nominierungen der Goya Filmpreise 2021 abgerufen am 5. MĂ€rz 2022.
  2. ↑ Gewinner der Goya Filmpreise 2021 abgerufen am 5. MĂ€rz 2022.
  3. ↑ AdĂș bei filmstarts.de abgerufen am 5. MĂ€rz 2022.
  4. ↑ AdĂș. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. MĂ€rz 2022.
  5. ↑ Oliver Armknecht: AdĂș. In: film-rezensionen.de. 30. Juni 2020, abgerufen am 6. MĂ€rz 2022.
  6. ↑ Nominierungen und Gewinner der 35. Goya Filmpreise abgerufen am 5. MĂ€rz 2022.