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Artikel des Tages
Die Apostelgeschichte des Lukas (abgekürzt Apg, in Fachliteratur oft Acta) ist ein Buch des Neuen Testaments. Es schließt an das Evangelium nach Lukas an. Diese beiden biblischen Bücher werden daher als „Lukanisches Doppelwerk“ bezeichnet. Die Apostelgeschichte setzt dort ein, wo das Lukasevangelium endet: Nach der Auferstehung Jesu Christi und seiner Erhöhung in den Himmel steht die Jerusalemer Urgemeinde unter Führung der Zwölf Apostel, deren Sprecher Petrus ist. Am jüdischen Pilgerfest Schawuot (= Pfingsten) werden sie mit dem Heiligen Geist erfüllt. Das Leben der Urgemeinde kreist um zwei Pole: einerseits Gütergemeinschaft und Brotbrechen in den Häusern und andererseits Besuche des Jerusalemer Tempels, wo sie die Auferstehung Jesu verkündigen und in eskalierende Konflikte mit der Priesteraristokratie geraten. Stephanus stirbt als erster Märtyrer. Philippus missioniert in Samaria und tauft einen äthiopischen Hofbeamten. Durch ihn gelangt das Evangelium bis nach Afrika. Der Christenverfolger Saulus (später bekannt als Paulus von Tarsus) wird vor Damaskus durch göttliche Intervention gestoppt und bekehrt. Durch ein Visionserlebnis dazu ermächtigt, tauft Petrus einen römischen Centurio in Caesarea Maritima – damit beginnt die Mission in der nichtjüdischen Welt. Antiochia am Orontes wird zum Zentrum dieser Mission. Die antiochenische Gemeinde schickt Barnabas und Paulus auf gemeinsame Missionsreise nach Zypern und Kleinasien. Paulus beginnt seine Mission in einer Stadt regelmäßig in der Synagoge, trifft dort auf Widerstand, überzeugt einige Juden und vor allem viele am Judentum interessierte Nichtjuden. Später kehren Paulus und Barnabas in die betreffende Stadt zurück und setzen Presbyter als Gemeindeleiter ein. In Antiochia berichten sie von ihrer erfolgreichen Tätigkeit. Das Jerusalemer Apostelkonzil, zu dem Paulus und Barnabas anreisen, formuliert einen Kompromiss, das von Heidenchristen ein Minimum an Tora-Befolgung fordert, damit Judenchristen mit ihnen sozialen Kontakt haben können und die Einheit der Gemeinde gewahrt wird. – Zum Artikel …
Was geschah am 18. Oktober?
- 1356 – Eine Serie schwerer Erdstöße legt die Stadt Basel in Trümmer, wobei die Zahl der Todesopfer in den Quellen zwischen 100 und 2000 variiert.
- 1926 – Der Schauspieler Klaus Kinski (Aguirre, der Zorn Gottes; Nosferatu; Fitzcarraldo) wird in Zoppot geboren.
- 1966 – In New York stirbt die Kosmetik-Unternehmerin Elizabeth Arden.
- 1976 – Loriots Teleskizzen, die zweite Folge der Sendereihe Loriot von und mit dem gleichnamigen Humoristen, wird im Ersten Programm ausgestrahlt; enthalten sind die Sketche Zimmerverwüstung, Die Steinlaus und Herrenmoden.
- 1991 – Aserbaidschan erklärt im Verlauf des Zerfalls der Sowjetunion seine staatliche Souveränität.
In den Nachrichten
- Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat beschlossen, die Schaltsekunden zur Angleichung der Koordinierten Weltzeit an die Universalzeit zum 20. Mai 2027 abzuschaffen.
- Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas ist Alexander Schweitzer (Bild) zum neuen Bundesminister für Arbeit und Soziales im Kabinett Merz ernannt worden.
- In Stockholm und Oslo sind die Nobelpreise bekannt gegeben worden.
Kürzlich Verstorbene
- Sam Noto (96), US-amerikanischer Jazz-Trompeter († 16. Oktober)
- Cliff Hagan (94), US-amerikanischer Basketballspieler († 15. Oktober)
- Martina Arroyo (90), US-amerikanische Opernsängerin († 13. Oktober)
- Jeffrey Goldstone (93), britischer Physiker († 12. Oktober)
- Otto E. Rössler (86), deutscher Biochemiker und Chaosforscher († 5. Oktober)
Schon gewusst?
- Rebecca Hourwich Reyher nahm 1913 am ersten Frauenmarsch in Washington teil, der für das Frauenwahlrecht warb.
- In Loriots Eheberatung werden die Grundformen des Kusses ganz neu erarbeitet.
- Das Rijksmuseum Meermanno zeigt Manuskripte und Bücher aus eineinhalb Jahrtausenden.
- Der Gitarrist der Beathovens spielte, bis die Bühne leer war und das Licht ausging.